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Bauernverband gegen Pestizid-Initiative

28 Mai 2018
(lid.ch) – Der Schweizer Bauernverband lehnt die Volksinitiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" ab. Sie würde Lebensmittel verteuern und die Wahlfreiheit der Konsumenten beschneiden.

Heute wurde die Volksinitiative "Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide" eingereicht.  Diese fordert ein Verbot synthetischer Pflanzenschutzmittel - in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie in der Boden- und Landschaftspflege. Auch die Einfuhr von Lebensmitteln, die synthetische Pestizide enthalten oder mithilfe solcher hergestellt worden sind, soll verboten werden.

Die Initianten würden faktisch ein "Bioland Schweiz" fordern, schreibt der Schweizer Bauernverband in einer Mitteilung. Sie würden aber die Realitäten des Schweizer Lebensmittelmarkts verkennen: Blattläuse im Salat, Drahtwurmlöchern in Kartoffeln oder Äpfel mit Schorfflecken würden Lebensmittel unverkäuflich machen.

Die Initiative würde die landwirtschaftliche Produktion verteuern und die Wahlfreiheit der Konsumenten enorm beschränken. Nur ein kleiner Teil der Konsumenten setze konsequent auf Biolebensmittel, betont der Bauernverband. Eine nicht zu vernachlässigende Kundschaft wolle nachhaltig produzierte Lebensmittel, die nicht zu teuer sein dürften.

Weiter weist der Bauernverband darauf hin, dass synthetische Pestizide auch ausserhalb der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion zum Einsatz kämen, z.B. im Bau-, Gesundheits- oder Hygienebereich. Diese wären vom Verbot nicht betroffen, so dass synthetische Pestizide sowieso weiterhin ausgebracht würden, betont der SBV.