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Sturm Burglind fordert Waldeigentümer

08 Jan 2018
(lid.ch) – Sturm Burglind hat zehntausende Bäume gefällt. Die Schäden sind allerdings deutlich geringer als beim Sturm "Lothar" im Jahr 1999. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in den nächsten Tagen auf Waldspaziergänge zu verzichten.

Am 3. Januar 2018 fegte der Sturm Burglind über das Land und durch die Schweizer Wälder. Das Ausmass der Schäden ist noch nicht im Detail bekannt. Laut WaldSchweiz gab es vereinzelt grössere Windwürfe, aber nicht im Ausmass wie nach dem letzten grossen Sturm "Lothar" 1999, als ganze Hänge flachgelegt wurden. Hingegen wurden sehr viele einzelne Bäume und Baumgruppen besonders an exponierten Lagen und entlang von Waldrändern, Strassen und Bahngeleisen umgeworfen - aber auch mitten in grösseren Wäldern.

Die Windgeschwindigkeiten waren im Schnitt rund 30-50 km/h tiefer als bei Lothar, erreichten in örtlichen Böen aber auch neue Rekordwerte. Markus Brunner, Direktor von WaldSchweiz rechnet grob geschätzt mit umgeworfenen Holzmengen "in der Grössenordnung von einigen hunderttausend Kubikmetern. Diese Menge könnten die Waldeigentümer bewältigen", heisst es in einer Mitteilung. Zum Vergleich: 2016 wurden im Schweizer Wald knapp 5 Millionen Kubikmeter geerntet; nach Lothar fielen 13 Millionen Kubikmeter an.

Für die Forstprofis und Waldeigentümer stehen gefährliche und aufwändige Räumungsarbeiten an. Denn die umgefallenen oder geknickten Bäume können in der Regel nicht einfach liegen gelassen werden. Aus Sicherheitsgründen müssen sie vielerorts rasch geräumt werden.

Die Waldeigentümer mahnen zur Vorsicht. In den Schweizer Wäldern herrscht momentan eine trügerische Stille. Viele Bäume, Kronenteile und Äste sind angerissen und beschädigt, ohne dass man es ihnen ansieht. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in den nächsten Tagen auf Waldspaziergänge zu verzichten.

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von Waldschweiz.